If there is one stylistic trait that stands out in Elio Petri's INDAGINE SU UN CITTADINO... it is its cold and sober surface. Almost no colored lighting (in one scene there is a green tinge on two faces) and lots of gray and wood colored brown make the blue uniforms and the protagonist's azzurro tie come off as very cold. However, around the interrogation room in the police headquarter's basement there are some striking ochre windows the cinematographer uses as kind of an in-camera filter effect.
Das wohl auffälligste stilistische Merkmal von Elio Petris INDAGINE SU UN CITTADINO... ist die nüchtern kalte Oberfläche. Fast ausschliesslich weisses Licht (einzig in einer Szene erscheinen zwei Gesichter im Vordergrund betont grün) und viel Grau und Holzfarben im Hintergrund lassen die blauen Polizeiuniformen sowie die Krawatte des Protagonisten sehr kalt erscheinen. Um einen Verhörraum im Keller des Polizeireviers hat es jedoch auffällig ockerfarbene Glasscheiben , die der Kameramann sehr effektvoll einzusetzen weiss.
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Freitag, 18. März 2016
Freitag, 19. Februar 2016
DAS FINSTERE TAL (Prochaska, 2014): Mainstreamfarben
The digital cinematography of Andreas Prochaska's DAS FINSTERE TAL is full of gorgeous compositions that often resemble panels from a graphic novel. At times, this Western feels like an Austrian version of HIGH PLAINS DRIFTER (1973). But while Eastwood's cynical morality tale is bursting with saturated colors, Prochaska here mostly desaturates the image very much like Eastwood in his noughties films. That in itself might be acceptable, his reliance on the overused standard "gloomy" blockbuster color grading (desaturated blue vs yellow, the "serious" variation of orange/teal) is a real pity because in many scenes it feels forced and artificial without adding much as a storytelling device. To give credit where it's due, however, it is expertly done and thus serves as a good example for studying this particular color scheme.
Andreas Prochaskas DAS FINSTERE TAL ist voll von grossartigen Bildkompositionen, die oft an Comic-Panels erinnern. Bisweilen wirkt dieser Western wie die österreichische Variante von HIGH PLAINS DRIFTER (1973). Wo Eastwoods zynisches Moralstück jedoch nur so strotzt vor satten Farben, entsättigt Prochaska das Bild hier grösstenteils im Stil von Eastwoods Nullerjahre-Filmen. Während das durchaus funktionieren würde, enttäuscht der Rückgriff auf das zu oft benutzte Standard-Blockbusterfarbschema (entsättigtes Blau vs Gelb als "ernste" Variante von "orange/teal"), das in den meisten Szenen schlicht künstlich und erzwungen wirkt, ohne als Erzählstilmittel zu überzeugen. Technisch ist das jedoch so gut gemacht, dass der Film als gutes Anschauungsbeispiel für dieses Farbschema dient.
[Worth a look]
Andreas Prochaskas DAS FINSTERE TAL ist voll von grossartigen Bildkompositionen, die oft an Comic-Panels erinnern. Bisweilen wirkt dieser Western wie die österreichische Variante von HIGH PLAINS DRIFTER (1973). Wo Eastwoods zynisches Moralstück jedoch nur so strotzt vor satten Farben, entsättigt Prochaska das Bild hier grösstenteils im Stil von Eastwoods Nullerjahre-Filmen. Während das durchaus funktionieren würde, enttäuscht der Rückgriff auf das zu oft benutzte Standard-Blockbusterfarbschema (entsättigtes Blau vs Gelb als "ernste" Variante von "orange/teal"), das in den meisten Szenen schlicht künstlich und erzwungen wirkt, ohne als Erzählstilmittel zu überzeugen. Technisch ist das jedoch so gut gemacht, dass der Film als gutes Anschauungsbeispiel für dieses Farbschema dient.
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Freitag, 13. November 2015
TURIST/FORCE MAJEURE (Östlund, 2014): restricted Scandinavian colors
Ruben Östlund's TURIST/FORCE MAJEURE is a family holiday drama like a breath of fresh air. Taking place in a surreal alpine resort in France its colors reflect the chilling atmosphere of both the scenery and the parents' relationship. There are several two-color schemes worth studying.
Mit dem surrealen TURIST/FORCE MAJEURE ist Ruben Östlund ein aufregend frisches Familienferiendrama gelungen. Sowohl der alpine Schauplatz als auch die Beziehung der Eltern wirken unterkühlt, was in mehreren spannungsreichen Zweifarben-Kombinationen zum Ausdruck kommt.
[RV]
Mit dem surrealen TURIST/FORCE MAJEURE ist Ruben Östlund ein aufregend frisches Familienferiendrama gelungen. Sowohl der alpine Schauplatz als auch die Beziehung der Eltern wirken unterkühlt, was in mehreren spannungsreichen Zweifarben-Kombinationen zum Ausdruck kommt.
[RV]
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Östlund's film makes even the old orange/teal palette look fresh and exciting |
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